Ein Augustspaziergang

Mit meiner kleinen Tochter gehe ich spazieren.
Über so viel können wir diskutieren,
weil der Weg ist allerdings lang.
Sie sprach von Vögeln und Brombeeren …  am Anfang.

Der Gehrhythmus wiegt uns ins Meditieren.
Die Dinge die uns faszinieren
sind das Zirpen der Zikaden, das Rascheln der hohen Pappeln.
Wir wandern, wir lächeln. Die Schmetterlinge gaukeln.

Die warmen Sonnenstrahlen konkurrieren mit der kalten Luft.
Wir hüpfen vorbei an den immergrünen Koniferen. Wie schön ist der Duft.
Unsere Gedanken vertiefen sich. Sie in ihren. Ich in meinen.
Wir wandern, wir denken, aber kräftig bewegen sich die Beine.

Endlich sind wir am Ziel.
Sie macht das Tor auf. Sie schlieβt die Tür auf. Das ist kein Spiel.
Freu! Der Hase kriegt endlich saftige knusprige Salatblätter.
Wir genieβen den Moment. Wir genieβen das Gefühl von Herbstwetter.

Jetzt auf dem Heimweg zurück.
Die Strecke ist auf keinen Fall kurz. Aber wir haben Glück.
Und wir gehen langsam, aber ohne beschweren.
Sie singt ihre eigenen Kehrreime und wir spazieren.

Ihre kleine Hand habe ich in der meinen.
Spaβ hat sie zu balancieren auf den Steinen.
Wie schön sind diese Momente. Dasein.
Sie ist mein kleiner Sonnenschein.

von

Quirina Roode-Gutzmer

29 August 2009

(Korrekturgelesen von Martin Stein 6 October 2011)

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3 thoughts on “Ein Augustspaziergang

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